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Kinder wie die Zeit vergeht

Der Titel dieses Beitrags trifft das heutige Thema denken wir ganz gut - kaum zu glauben wie schnell es ging und wir haben schon wieder Mitte Juni. Uns persönlich kommt es ja vor als hätten wir gerade mal Anfang April – aber das liegt wohl eher am Wetter. Wobei wir auch schon beim ersten Thema wären – die Ernte.

DER ERSTE SCHNITT

Zwischen Regen, Regen und noch mehr Regen, war es Mitte Mai dann doch mal für 2 Wochen etwas schöner und da mussten wir das Wetter natürlich für den Ersten Schnitt nutzen. Innerhalb von 3 Tagen haben wir 4,54ha siliert und haben dabei über 30 Siloballen bekommen. Was für den ersten Schnitt ja alles andere als schlecht ist – zu mindestens wenn man nach den letzten sehr trockenen Jahren geht. Aber auch wenn das erstmal sehr gut klingt, haben wir trotzdem ein extremes Problem mit dem Futter. Denn wir haben bereits Mitte Juni und für normal würden wir um diese Zeit bereits schon das erste Heu liegen haben bzw. es bereits unterm Dach haben. Da das Wetter aber absolut nicht mitspielt und wir aktuell nur mehr 3 Ballen in Reserve haben, wird es langsam wirklich Zeit, dass der Regen sich einstellt und sich der Sommer von seiner schönsten Seite zeigt. 

Wir wollen jedoch nicht nur über das Wetter schimpfen – sonst heißt es wieder, dass den Bauern kein Wetter recht ist ;) 
Der Regen hat natürlich auch seine Vorteile; Getreide, Mais und Kartoffeln wachsen in Rekordzeit, man kann ihnen direkt dabei zusehen und das freut uns natürlich sehr. Besonders bei den Kartoffeln, denn bei denen hatten wir vergangenes Jahr, dank der Dürre, einen totalen Ernteausfall. Das darf uns dieses Jahr auf keinen Fall passierten, denn mit den Kartoffeln haben wir dieses Jahr etwas Besonderes vor – wobei wir auch schon beim nächsten Thema wären.

 

WIR STARTEN MIT DER DIREKTVERMARKTUNG VON URPRODUKTEN 

 

Wer uns schon seit längerer Zeit auf Instagram und Facebook folgt, dem ist sicherlich aufgefallen das es in letzter Zeit vergleichsweise sehr ruhig auf unseren Kanälen war. Das hatte auch einen Grund, denn im Hintergrund haben wir unseren Traum der Direktvermarktung verwirklicht. Das hört sich jetzt nicht besonders Aufwändig an, denn Kartoffeln, Eier, Gemüse und Obst haben wir ja sowieso am Hof  - und doch hängt einiges dran. Am Aufwendigsten bei dieser Sache ist definitiv die ganze Büroarbeit – Schulungen, Auszeichnungen, Marketing, Grafiken und die ganzen rechtlichen Bestimmungen haben in letzter Zeit ganz schön viel Zeit gebraucht.  Das Ganze hat sich aber ausgezahlt, denn wir stehen bereits in den Startlöchern und sind mit den ersten Produkten bereits in  der „Testphase“ (-wenn man das so nennen kann). Geplant ist, dass die Produkte über einen Onlineshop bestellt bzw. vorbestellt werden können. Dazu werden wir euch mehr erzählen, wenn es soweit ist und euch auch einige Infos über Direktvermarktung und Urprodukten in einem separaten Beitrag zusammenfassen.

 

NICHT NUR IN DER DIREKTVERMARKTUNG SIND WIR "INS KALTE WASSER GESPRUNGEN" - AUCH BEI DER SCHAFSCHUR 

 

Vor gut zwei Wochen haben wir beschlossen, dass es so nicht mehr weiter gehen kann – immer wieder vertröstet vom Schafscherer – der dank "Covid19" total in Arbeit steckte. Daher beschlossen wir uns eine Schermaschine zu kaufen und  selbst Hand anzulegen. Soweit so gut, nun stellte sich nur mehr die Frage wie wir die Schafe ruhig bekommen, so das wir sie scheren können ohne sie unabsichtlich zu verletzen. In den deutschsprachigen Regionen Europas werden die Schafe ja hauptsächlich nach der „neuseeländischen Methode“ geschoren – heißt ohne Fixierung des Schafes, das Schaf wird meist aufgesetzt und geschoren. Diese Methode lernt man bei uns in den Schafscherkursen – jedoch fielen die dank Corona aus und so hatten wir keinerlei Übung darin und mussten uns etwas anderes einfallen lassen. Durch die sozialen Medien haben wir entdeckt wie die Schafe in Irland, Schottland und England geschoren werden – und zwar in einem separaten dafür gebauten Stand, bei dem sie fixiert werden, so dass man sie in Ruhe scheren kann. Wir haben uns darauf hin auch so eine Fixierung zusammengeschraubt und drauflos geschoren. Dank reichlich Kraftfutter und Leckerlis sind die Schafe Großteiles ganz entspannt stehen geblieben und haben es sich ganz gut gefallen lassen. Kaum waren wir fertig – was für eine Ironie – hat sich der Schafscherer bei uns gemeldet und sich für die Schafschur angekündigt. Einige Tage drauf kam er dann wirklich und hat noch etwas nachgebessert. Nun sind also der Herr und die Damen wieder „nackt“ unterwegs und man merkt das sie es in vollen Zügen genießen – wollen gar nicht mehr von der Weide rein ;)

Das sind sie also – die aktuellen „NEWS“ vom Hanslhof.

Natürlich hat sich bei uns noch vieles mehr getan in den vergangenen 5,5 Monaten; Gartenarbeit, Lämmer, Fortarbeit, Entenküken, ect. – doch darüber berichten wir ja täglich auf Instagram, daher folgt uns dort gerne ;)